19.06.2019

Du befindest Dich hier: Berichte / Ibbenbüren 2010 / 

Ibbenbüren 2010

 

Eigentlich war die Abfahrt nach Ibbenbüren ja für 16.30 Uhr angesetzt, doch bis sich so alle mal organisiert hatten und das Gepäck und die Getränke gleichmäßig auf die Fahrzeuge verteilt waren, war es dann doch 17 Uhr geworden. Mit 14 Teilnehmern von angemeldeten 20 und bei strahlendem Sonnenschein starteten wir vom Schwimmbad Schwelm die Reise gen Norden. Die anderen 6 starteten aus Gründen der besseren Anbindung direkt von zuhause, bzw. Ulli von seinem letzten Auftragsort aus. Nach anfänglichem Hase und Igel auf der Autobahn, soll heißen Schwierigkeiten des Einen oder Anderen sich der Kolonne anzupassen, hat es dann geklappt, in Kolonne gegen 18:30 Uhr gemeinsam im Hotel in Ibbenbüren anzukommen.

 

Nach Abholung der Schlüssel für die beiden Ferienhäuser Schneewittchen (ein gemütliches 7-Betten-Holzhaus) und Erika (ein 12-Bettenhaus) und Aufteilung auf diese, haben wir erst einmal die Klamotten in die Zimmer gebracht, die mitgebrachten Getränke im Kühlschrank verstaut und den Süßkram in der Küche deponiert. Danach brauchten wir erst einmal eine Erfrischung. Da wir immer noch angenehme Temperaturen und Sonne hatten, entschieden wir uns für den Biergarten des Hotels, den wir erst einmal auf eine 20-köpfige Meute vorbereiten mussten. Volker und Heike waren schon vor uns angekommen und hatten schon ihr Zimmer im Hotel bezogen. Während der Tischerückerei waren auch Martin samt Freundin angekommen, die sich ebenfalls im Hotel einquartiert hatten. Beide Paare schlossen sich uns nun an. Alle waren bester Laune, keiner musste mehr fahren und konnte nun ein richtiges Bier genießen. Doch was war das? Martin bestellte sich ein ALKOHOLFREIES Bier. Das Erstaunen und der Spott waren groß und Martin hatte an diesem Wochenende von Beidem noch reichlich (zu seiner Entlastung muss jedoch erwähnt werden, dass er sich alle Mühe gab, den einmal entstandenen Imageschaden durch pflichtgemäßes Trinken in Grenzen zu halten).

 

Nachdem nun der erste Durst gestillt war, gingen wir gegen 20 Uhr zum bestellten Abendessen ins Speisezimmer. Es gab ein volles Menü, mit Gulaschsuppe als Vorspeise, Schnitzel in 3 Variationen und reichlich Beilagen bis zum Abwinken, Eis mit heißen Pflaumen zum Nachtisch. Für die Vegetarier der Gruppe wurde, nach Anfrage durch die Küche, ein passendes Menü mit frischem Spargel und Rührei als Hauptgang serviert. Nachdem alle mit dem Essen fertig waren, hatte es dann auch Ulli geschafft, zu uns zu stoßenden. Er bekam nun eine üppig bemessene Portion des Abendessens nachgereicht, wofür er von seinen Tischnachbarn gefoppt wurde, ob er der Kellnerin schöne Augen gemacht hätte, um eine solche Portion zu erhalten - er hat den größten Teil des Essen tatsächlich geschafft. Nach dem nun alle satt waren, zogen wir auf die Terrasse des Schneewittchenhauses um, in dessen Kamingrill unser Häuptling und Hobbypyromane Andy erst einmal ein ordentliches Feuer entfachte. (Pfränk ließ eine große Dose Veilchenpastillen rumgehen, die Ende des Abendens nicht mehr auffindbar war). Die Stimmung war von Anfang an riesig, und so wurde es für die meisten von uns ein langer Abend.

 

Samstag morgen. Der Tag versprach warm und sonnig zu werden. Doch für das Schneewittchenhaus fing der Morgen weniger angenehm an. Nicht nur, weil die Nacht für einige etwas kurz war. Geplant war Frühstück um 7:30 Uhr. Also Aufstehen irgendwo 15-20 Min vorher, schließlich müssen ja noch alle ins Bad. Doch wann klingelt der erste Wecker? Um 6:30 Uhr. Und das nicht nur kurz...NEIN fast 10 Minuten am Stück, bis auch der letzte den Besitzer am liebsten erwürgt hätte. Der Übeltäter? Pfränki !. Weder er noch Claudia haben mitbekommen, dass das Mistding klingelt. Pfränk war nicht mal im Zimmer, und Claudia schlief seelenruhig weiter. Nachdem dieses Instrument aus der Hölle dann endlich aus war und wir dann dachten, wir könnten uns noch mal umdrehen und noch einen Moment weiter ratzen, meldete sich dann um 7 Uhr der dorfeigene Wecker, die Kirchturmuhr. Schlaf ade. Wenigsten waren wir so pünktlich beim Frühstück - reichhaltig mit allem, was es zum Frühstück braucht: verschiedene Brötchensorten , Rührei, Müsli, Obst, Wurst, Käse, Konfitüre, Tee, Kaffee und und und.

 

Um 8:30 Uhr waren wir wie geplant fertig und brachen auf zum NaturaGart. Rechtzeitig um 9 Uhr kamen wir mit Sack und Pack an der Tauchbasis an und als erste Truppe für diesen Tag rein. Wer schon da war, war ein Fernsehteam des WDR. Ihr lest richtig, das Fernsehen war da. Sie drehten eine Dokumentation für die Lokalzeit Münster über den Tauchteich. Nachdem wir uns dann angemeldet und aufgerödelt hatten, ging es ab ins Wasser. Da dieses Jahr der Winter lang war und das Wasser noch immer verhältnismäßig kalt, haben die Reinigungsorganismen im natürlichen Filter des Teiches dieses Jahr erst spät ihre Arbeit aufgenommen und Fadenalgen übernahmen vorübergehend die Regie. Diese sind „nicht schön aber biologisch sinnvoll“ (sie bauen überschüssige Nährstoffe ab) und leider unschön zum Tauchen, da sie das Wasser, durch von der Tauchern losgelöste Algenteilchen, sehr trübe machen. Der Tauchgang hatte daher etwas vom Tauchen in der Bever bei Hochsaison. Wir sind trotzdem alle auf unsere Kosten gekommen. Die, die noch nicht in NaturaGart getaucht waren, waren trotz der eingeschränkten Sicht von den Stören und dem Tauchgewässer hellauf begeistert. Wie sagte Patty später: „Für DIE begeisterten Gesichter lohnt es sich Tauchlehrer zu werden“.

Obwohl der erste Tauchgang, dessen Ende vom Fernsehteam gefilmt, aber später in der Lokalzeit wieder heraus geschnitten wurde, allen eigentlich gut gefallen hatte, haben die meisten von uns, teils aus gesundheitlichen Gründen, teils wegen der Wassertemperatur und der eingeschränkten Sicht, die durch den Einstieg einer ziemlich großen Schnuppertauchtruppe und einer Busladung belgischer Taucher nicht gerade besser wurde, weitere Tauchgänge abgeblasen. Wir haben das Gerödel zusammengepackt, uns wieder stadtfein gemacht, bezahlt und die Mittagspause eingeläutet. Pepi und Casis Vater waren zu einem Kurzbesuch eingetroffen und kamen mit ins Café vor dem NaturaGart, zu einem Klönsnack bei Kaffee und Kuchen. Danach spazierten wir noch eine Runde durch die Musterteichausstellung und schauten uns auch die Störzucht an, die man durch Glasscheiben in einem der Teiche beobachten kann. Andreas, Rüdiger, Pfränk, Ulli und Martin machen sich nach dem Spaziergang für einen zweiten Tauchgang fertig, wir anderen traten den Rückweg ins Hotel an, wo wir nach einem Absacker erst einmal fast alle ein Schläfchen hielten. Pepi und Casis Vater machten sich gegen 16 Uhr wieder auf den Heimweg. Nach und nach kamen nun alle wieder zu sich. Frank tauchte als erster der Mehrfachtaucher wieder auf, und wir richteten uns, da es warm war, wieder auf der Terrasse ein, bis es um 19 Uhr Abendessen gab. Rüdiger, Andreas, Ulli und Martin trafen gerade noch rechtzeitig zum Essen wieder im Hotel ein. Das Abendessen war auch diesmal wieder ausgesprochen reichhaltig und super lecker- für jeden Tisch 2 Terrinen frische Suppe mit Klöschen, als Hauptgang Minirouladen und Geschnetzeltes sowie reichlich Beilage, als Nachtisch eine Herrencreme. Der Nachtisch war so gut, das noch Mal nachgelegt wurde :-). Auch diesmal erhielten die Vegetarier der Truppe, diesmal ungefragt, ein fleischloses Menü. Nach dem alle satt waren, wurden noch ein, zwei Verdauungsschnäpschen genossen und wir zogen wieder auf die Terrasse um. Das heißt, hier schieden sich die Geister. Die einen packen sich mit einem Teil des mitgebrachten Süßkrams vor die Kiste, um den Song-Contest, sprich Lenas Auftritt, zu sehen, die anderen richteten es sich vor dem wieder entfachten Feuer mit einer Auswahl Getränke aus unserem reichhaltigen Kühlschrankangebot, sowie dem anderen Teil des süßen Angebots wohnlich ein...(und Frank ging auf die Suche nach seinen geliebten Veilchenpastillen und fand sie im Nachbarhaus). So ließ jeder auf seine Weise den letzten Abend langsam ausklingen. Patty war der Erste, der müde seine Koje aufsuchte. Der Kühlschrankinhalt und der Tag hatte den erwarteten Tribut gefordert.

 

Der Sonntagmorgen begann trüb und kühl. In der Nacht hatte es ausgiebig geregnet. Die Bewohner der Häuser kamen nach dem letzen Abend nur langsam wieder in Gang. Uschi musste als erste schon gegen 8 Uhr wieder raus, da sie an diesem Tag noch zu einer Feier musste. Nach und nach trafen so alle zum Frühstücken ein - der Eine früher, der Andere später. Patty und Anja kamen als letzte gegen 10 wieder zu sich. Eigentlich war geplant gewesen, noch einen Spaziergang mit der ganzen Meute zum „Hockenden Weib“ zu machen, einer bekannten Felsformation einen Ort weiter, und sich noch ein Bierchen im Ausflugslokal zu genehmigen . Doch dieser Ausflug wurde abgeblasen, da wir davon ausgehen mussten, dass nach der verregneten Nacht die Wege völlig aufgelöst waren. Also haben wir zusammengeräumt, die Autos gepackt und zockelten nach und nach alle heimwärts. Alle haben ihr Ziel unbeschadet wieder erreicht.

 

Unser Dank gilt dem Organisator Pfränk, der dieses Jahr die Vorbereitungen gemacht hat. Ein Dank ganz besonders von uns 3 Nachzüglern, die er noch mit unter gekriegt hat. Wir freuen uns schon auf den nächsten Ausflug.

 

Monique Scharwächter