21.11.2019

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Ibbenbüren 2009

 

Die Chaostheorie befasst sich im Wesentlichen mit Systemen, deren Dynamik unter bestimmten Bedingungen empfindlich von den Anfangsbedingungen abhängt, so dass ihr Verhalten nicht langfristig vorhersagbar ist.

Übersetzt auf unser TSC Tauchwochenende im Naturagart Tauchpark in Ibbenbüren heißt das:

Man kann alles noch so gut planen.... es kommt alles anders als man denkt......

 

Und das Chaos begann am 28. Juni 2009 in der Basis unseres allseits geliebten TSC. Wir trafen uns gegen 16:45 um Fahrgemeinschaften zu bilden, um unser Tauchgerödel zu vervollständigen und um

dann schon den ersten Tagesordnungspunkt (wir fahren selbstverständlich alle zusammen in Kolonne) über den Haufen zu werfen. Die ersten machten sich hier schon in eine andere Richtung davon. Nichts desto Trotz schafften es immerhin 4 Fahrzeuge bis zur Autobahn zusammen zu bleiben. Hier zeigte sich nun zum ersten mal die Dynamik. Bereits nach ca. 10 km auf der A1 heißt es STAU – NEIN - STOP. Ein umgekippter LKW blockiert die Autobahn. Und wieder schlägt die Chaostheorie zu. Die ersten verlassen den Konvoi um sich allein durch zu schlagen. Leider verpassen diese die wunderbaren

Gespräche auf der Autobahn und das kennen lernen neuer Leidensgenossen - auf der Autobahn und im Stau sind alle gleich... vor allen Dingen wenn die Blase drückt! - . Irgendwann ging es aber dann doch weiter und der Rest des Konvoi traf um ca. 20:00 Uhr mit ca. 2 Std. Verspätung am Hotel ein. Dort empfingen uns die Abtrünnigen mit einem leckeren Weizen auf der Terrasse des Hotels und

nachdem wir kurz die Zimmer aufgeteilt und belegt hatten ging’s zum Hotel um auch an einem dieser hohen, schlanken Gläser zu nippen. Das Abendessen zu dem wir kurz darauf gerufen wurden

entschädigte dann jedoch für die Tortur der Anfahrt und die ersten verabschiedeten sich mit vollen

Bäuchen in Richtung Bett. Der Rest der Truppe versammelte sich in diesem wunderschönen Holzhaus im Wohnzimmer und bei guter Musik wurde noch das eine oder andere Bierchen verkostet bevor dann endlich gegen 3:00 Uhr (in Worten drei Uhr Samstag Morgen) Ruhe einkehrte – bis auf die gelegentlichen Schnarchgeräusche des einen oder anderen.

Am Samstag Morgen geht alles seinen fast geregelten Gang. Die einen wachen früher, die nächsten später und Einer gar nicht auf. Man trifft sich auf dem Weg ins Badezimmer, auf der Treppe, in der

Küche, im Wohnzimmer und schlussendlich im Frühstücksraum des Hotels. Alle – nein nicht alle – ,

der hochwohlgeborene Präsident unsres kleinen TSC Staates fehlt, er ist einfach nicht aus dem Bett gekommen. Das Frühstück ist einfach Klasse. Nicht einfach ein Brötchen und ein wenig Marmelade

sondern alles was sich der hungrige Taucher wünscht. Verschiedene Sorten Brötchen, mehrere Sorten Käse und Wurst, Cornflakes, O-Saft, Tee und für die ganz harten Kaffee bis der Magen ruft

„GENUG“. Gutemine schmiert für Majestix noch ein paar Brötchen und auf geht’s zurück zum Haus um endlich Richtung Naturagart aufzubrechen. Nach wenigen Minuten Autofahrt erreichen wir den gut ausgebauten Parkplatz des Tauchparks und packen unser Zeugs auf diese tollen Transportkarren um alles Richtung Tauchbasis zu schaffen. Mann, oder auch Frau, haben die ein tolles Ambiente erschaffen. In einem riesigen Gewächshaus können wir

uns mit unseren Sachen breit machen. Ein paar kurze Formalitäten und schon können wir uns in die Tauchanzüge quetschen und nach einem kurzen Briefing von „Wild Wurz“ geht’s ins Wasser und dem schönsten Taucherlebnis meiner kurzen Taucherkarriere entgegen. Ich habe ja schon viel (im Internet)

gesehen und (von den Kameraden) gehört. Aber wenn man erst einmal selbst in das Wasser dieses künstlich angelegten Tauchparks abgetaucht ist lernt man dieses geile Gefühl kennen. Wie im Briefing angesprochen, „es ist gewünscht das Ihr Euch verirrt“, war es somit auch nicht verwunderlich das

unsere Tauchgruppe überall ankam, nur nicht da wo sie hinwollte, nämlich am Tempel. Nach einem Umweg über das Wrack, den Baum, den Einstieg, die Lichterhöhle fanden wir dann doch die

Tempelplatte und legten uns dort weisungsgemäß auf den Steinboden um der Störe zu harren die da kommen. Und sie kamen. Erst ein paar kleinere (1m lang) und dann das Prachtstück des Tauchparks (über 2m lang). Ihr lieben, die Ihr diesen Bericht lest und noch nicht mit den Stören gekuschelt habt. Es ist einfach nicht mit Worten zu beschreiben. Diese Fische sind so zutraulich, weil alle Taucher sich daran halten diese nicht zu scheuchen, so das hoffentlich noch viele von Euch das Erlebnis haben werden das wir an diesem Wochenende genießen durften. Dieses eindrucksvolle Gefühl hat Andy schon in seinem Bericht vom letzten Jahr beschrieben, das ich mich hier nicht wiederholen möchte. Damit war es auch schon Zeit ans umkehren zu denken, da man auf der Tempelplatte vollkommen die Zeit und auch das Fini vergisst. Raus aus dem Wasser und erst mal den Preis einscannen lassen. Den Taucheranzug aus und in trockene Klamotten rein. Die Mittagspause verbrachten einige im

nahegelegenen Café bei Kaffee und Kuchen. Dann waren alle von dem morgendlichen Tauchgang bzw. von der letzen Nacht etwas müde und legten sich im Gras, unter Bäumen oder auf Stegen nieder um ein Nickerchen zu machen. Danach schauten wir uns die traumhaft tollen Wassergärten und die Grotte an, wo auch die Nichttaucher durch große Sichtscheiben die Fische betrachten können. Jetzt ging’s für einige zurück zum Hotel. Die anderen pellten sich wieder in Ihre Anzüge um einen zweiten

Tauchgang zu machen. Hier zeigte sich mal wieder die super gute Ausbildung des TSC. Obwohl sich eine Tauchgruppe in den Tiefen der Höhlen verlor ist niemand gestorben. Damit war es auch für die 2.

Gruppe Zeit ins Hotel zurück zu kehren.

Hier hieß der Wahlspruch für die 2. Gruppe: „Erst mal ein Weizen, dann Duschen, dann ein Weizen und dann Essen. Irgendwie wurde diese Reihenfolge dann ein wenig durcheinander geworfen. Es kamen dann doch ein paar mehr Weizen darin vor als ursprünglich vorgesehen. Das Abendessen war

dann wieder super klasse. Hier wird dem Hunger einer „jungen und dynamischen“ Tauchgruppe Rechnung gezollt und es gibt jede Menge Schnitzel für den kleinen oder großen Hunger. Nicht wahr Patty. Danach ging’s zurück zum Haus bzw. auf die Terrasse wo unserer großer Häuptling zu seinem entzücken einen Grillkamin vorfand in dem man auch Feuer zum wärmen machen kann. Ganz dem

Erbe unserer Vorfahren folgend wurde in den umliegenden Wäldern Holz gesammelt und ein Feuer entfacht. Um dieses Lagerfeuer und den Häuptling herum versammelte sich nun der gesamte Stamm der Te-eS-Ce-Ler um die Erlebnisse des Tages zu diskutieren und noch die eine oder andere Flasche

Weizen bzw. Korn zu leeren. Plötzlich kamen halbnackte Stammesmitglieder aus dem Haus um im hauseigenen Badesee ein Mitternachtsschwimmen ab zu halten. Irgendwann gegen 2:00 Uhr (in

Worten zwei Uhr Sonntag Morgen) fand dann auch der (oder die) letzte den Weg ins Bett und es wurde mehr (Andy) oder weniger (Rest) ausgeschlafen.

Nach einem wiederum S U P E R Frühstück (genaue Beschreibung siehe oben) ging es zurück zum Haus. Autos packen und leider wieder in Richtung Schwelm. Nach einem kurzen Stop beim „Hockenden Weib“ und im Biergarten ging’s dann endgültig wieder nach Hause. An diese Stelle möchte ich meine Ausführungen über die Chaostheorie beenden, nämlich das der Flossenschlag des Neonfischs im heimischen Goldfischglas die Korallenriffe der Malediven zerstört.

Wie Ihr sicherlich bemerkt habt hat sich das anfängliche Chaos dann doch in ein wunderbares Wochenende verwandelt. Allen die dieses Jahr nicht teilnehmen konnte sei es an’s Herz gelegt sich

das Ibbenbüren Wochenende im nächsten Jahr freizuhalten um einmal dieses tolle Taucherlebnis zu

erfahren.

Nochmals vielen herzlichen Dank an Anja die alles so toll geplant hat. Vielen Dank an Patty für die Öffnung der Basis am Freitag und Sonntag. Vielen Dank an Andy für das Lagefeuer und vielen Dank

an ALLE für die tolle Gesellschaft und Gemeinschaft an diesem Wochenende.

Euer

Andreas und Pfränk