21.09.2019

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Familien-Tauchurlaub in Ägypten

Auch wenn ein Familien-Tauchurlaub nicht ganz preiswert ist, organisierte das Ausbilderteam des TSC Schwelm in diesem Jahr erstmals eine Familienfreizeit ans Rote Meer. Der Wunsch, den Jugendlichen die dort doch deutlich buntere Unterwasserwelt im Roten Meer einmal zu zeigen, war an die Jugendbetreuer bereits im letzten Jahr herangetragen worden. Initiatoren waren hierbei vor allem die Eltern, die ihre Kinder lieber mit bekannten Begleitern unter Wasser wissen wollten als mit fremden Guides an kommerziellen Tauchbasen.

 

In der letzten Woche der Sommerferien war es dann endlich so weit.

 

Bereits morgens um 4.30h ging der Flieger ab Köln/Bonn in Richtung Marsa Alam. Auch wenn der Eine oder Andere vor Aufregung bis zu diesem Zeitpunkt noch kein Auge zugemacht hatte, war von Müdigkeit in der Gruppe nichts zu spüren. Alle warteten gespannt auf den Sonnenaufgang und den ersten Blick auf das Nildelta, die Wüste und den Anblick der Pyramiden.

 

Nach pünktlicher Ankunft und kurzem Transfer zum Hotel hielt es bei angenehmen Temperaturen niemanden im Zimmer. So wurden als erstes die Pool-Anlage, der Strand und der 750 Meter lange Steg übers Riffdach erkundet. Ohne auch nur einen Fuß ins Wasser gesetzt zu haben, konnte hier schon manch ein Korallenfisch bewundert werden.

 

Auch Seesterne, Krebse und kleinere Muränen zeigten sich unbekümmert unter den Steg.

 

Nachdem noch am Abend des ersten Tages die Formalitäten an der Tauchbasis geklärt worden waren, konnte bereits am nächsten Tag mit den  Tauchgängen an den wunderschönen Riffen der Umgebung begonnen werden. Nachdem die Gruppe sich auf die noch unbekannten Bedingungen wie Wellengang und Strömung, aber auch sehr gute Sicht eingestellt hatte, waren die Tauch-Kids kaum noch zu bremsen. Gleich drei Tauchlehrer aus dem Team hatten sich bereit erklärt, die Jugendlichen zu begleiten und ihre Tauchgänge sicher und erlebnisreich zu gestalten.

 

Einige Situationen zeigten, dass die Eltern in weiser Voraussicht gehandelt hatten. Mit bekannten Begleitern ist Luftmanagement doch leichter zu realisieren als mit fremden. Auch Tauchen In Korallengängen, in Höhlen, bei Strömung und bei Nacht lässt sich so doch deutlich entspannter erleben. Insgesamt vergingen die Tage mit Tauchen, Schnorcheln, Kunstsprüngen vom Steg und abendlicher Spiele-Session wie im Flug. Als nach einer Woche der größte Teil der Gruppe wieder gen Heimat startete, waren sich alle darüber einig, dass man einen Familienurlaub dieser Art gern noch einmal wiederholen würde.

und das sagen die Kids:

TWO AND A HALF eGYPT


Was stellt man sich eigentlich unter dem Land ÄGYPTEN vor?
Den Nil , die Pyramiden und sonst nur Wüste und dann noch die verdreckten, armen Städte, in denen es immer wieder zu Gefechten zwischen der Regierung und Aufständischen kommt.


Ein Wunschziel ist Ägypten nicht gerade.... Aber! Die wahre Schönheit des Landes kommt an einer ganz anderen Stelle zum Vorschein....im Meer!
Das Erste was wir wirklich von dem Land merkten, war die Hitzewelle, die uns nach dem Ausstieg aus dem Flugzeug fast umwarf. Auf der Fahrt zum Hotel sahen wir die ersten Details des Gebietes, in das es uns verschlagen hatte. "Und wie sie sehen, sehen sie nichts".
Das war auch unser erster Gedanke, als wir durch das Nichts fuhren, rechts und links halb fertige, unbewohnte Gebäude. Das Hotel war ein krasser Gegensatz zur kargen Wüste, die uns umgab. Eine Oase innerhalb der kargen Landschaft.
Unser erster Tauchgang war Montag. Vom Hotel ging es, nachdem wir unsere Ausrüstung, die wir bei der Orca Tauchbasis gemietet und dann auf den Jeep gepackt hatten, los, zu unserem ersten Dive Spot. Der erste Tag war mit sehr vielen schönen Momenten, aber auch mit einigen Schwierigkeiten (manche Leute hatten zu wenig Blei dabei etc.) verbunden. Im Verlaufe der Woche haben wir die Top Spots von Marsa Alam besucht. Jeder Ort, den wir
besucht haben, steckt voller Überraschungen, aber vor allem: Es sind ÜBERALL Tiere. Es gibt die Auswahl zwischen schnellen, langsamen, großen, kleinen und noch vielen mehr. Aber alle haben sie eine Sache gemeinsam: Sie sind kunterbunt und strahlen in den verschiedensten Farben. Das Wasser ist dort sehr warm (ca. 30 Celcius) und man hat eine Sicht, als ob man an der Luft wäre (außer es kommem manche Faktoren dazu, mehr später). Die Zeit, wenn wir im
Hotel waren, war teilweise angenehm. Die Hitze war dein ständiger Begleiter, wenn man rausgeht wird man zuerst von der Sonne mit 40 Grad Celcius empfangen. Es war sehr schwierig mehr als eine Minute in der Sonne auszuhalten, ohne sich vorher abgeduscht zu haben. Eine gute Sache hat die Wärme aber auch, denn man musste nie ein Handtuch mitnehmen, da man auch so schon schnell genug trocknete. Am Hotel gab es ein hauseigenes
Riff, welches man über den 600 Meter langen Steg erreichen konnte. Während des Stegverlaufes war das Wasser gerade mal 1 Meter tief, aber ab der Plattform am Ende ging es von jetzt auf gleich 15 Meter in die Tiefe. Wir hatten während des gesamten Urlaubs strahlend blauen Himmel und in der Nacht fiel die Temperatur sogar auf einen Stand von ca. 30 Grad Celcius. Die 7 Tage gingen rasend schnell um, da wir an jedem Tag wunderbare Dinge
erlebten, sogar durch die trostlose Landchaft der Wüste Quad fuhren und spektakuläre Fische antrafen.


Der Rückweg erfolgte mitten in der Nacht und nach dem 5 stündigen Flug kamen wir auch sicher Zuhause an.


Auf diesem Wege vielen, vielen Dank an die Betreuer Uschi, Jost & Andi vom Tauchclub. Durch euch hatten wir die Möglichkeit so tolle Taucherlebnisse außerhalb der Bever erleben zu dürfen.


Max & Ben